Immer mehr junge Menschen mit Familienverantwortung nutzen die Chance, ihre Ausbildung nachzuholen und schließen einen Teilzeit-Lehrvertrag ab. „Nicht nur die Auszubildenden, auch die Betriebe profitieren von der Teilzeitberufsausbildung. Wer bereits in Teilzeit ausbildet, der ist oft angetan von der Lebenserfahrung und der hohen Motivation der Eltern mit Lehrvertrag. Unternehmen, die sich einmal auf eine Teilzeitberufsausbildung eingelassen haben, bieten oft auch in den folgenden Ausbildungsjahren Teilzeit-Lehrstellen an“, sagte Arbeitsminister Guntram Schneider in Düsseldorf. Mit dem Programm „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP) bietet die Landesregierung dazu ein passgenaues Angebot.
Das Landesprogramm unterstützt Menschen mit Familienverantwortung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Teilzeit. TEP bietet in der ersten Phase der Ausbildung Begleitung und Hilfe nicht nur für die Auszubildenden, sondern auch für die Betriebe. Seit dem Ausbildungsjahr 2009 wurden 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Suche nach einer Lehrstelle unterstützt. 400 von ihnen haben eine berufliche Anschlussperspektive gefunden. Davon erhielten rund 200 Teilnehmende einen Ausbildungsvertrag. Die Träger des TEP-Programms stoßen in vielen Betrieben, die wenig Erfahrung mit Teilzeit und flexiblen Arbeitszeiten haben, aber immer noch auf Skepsis. Die Bedenken werden manchmal erst überwunden, wenn ein Ausbildungsplatz in Vollzeit abgebrochen oder nicht besetzt werden konnte. Dann bietet sich die Gelegenheit, eine Ausbildung in Teilzeitform zu versuchen.
„Wir wollen Mut zur Teilzeitberufsausbildung machen und den Betrieben zeigen, wie diese Ausbildungsform erfolgreich umgesetzt werden kann“, sagte Arbeitsminister Schneider. „Dabei werden wir von mittlerweile 14 Netzwerken und Initiativen in den Arbeitsmarktregionen des Landes unterstützt, die sich für Teilzeitberufausbildung stark machen.“
Im Ausbildungsjahr 2011/2012 stehen mit 540 Plätzen noch mehr Teilnehmendenplätze als in den Vorjahren zur Verfügung. Das Auswahlverfahren für die Träger, die im Rahmen von TEP Betriebe und Auszubildende begleiten, ist abgeschlossen.
Die Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern beginnt Anfang 2011. Finanziert wird das Landesprogramm TEP aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Weiterführende Informationen
- In einer Veranstaltung am 1.2.2011 in Bochum wird die Auswertung der TEP-Maßnahmen aus 2009 und 2010 vorgestellt und über die Arbeit der regionalen Netzwerke zur Verbreitung von Teilzeitberufsausbildung berichtet.
- Umfassende Informationen zum Thema bietet die G.I.B. darüber hinaus im Internet mit dem Themenspecial Teilzeitberufsausbildung.
- Die G.I.B. begleitet die Umsetzung von TEP fachlich. Ansprechpartnerin in der G.I.B. ist Karin Linde.

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