Und sonst?
- Im Jahr 2011 waren durchschnittlich rund 41,04 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurde mit dem erstmaligen Überschreiten der 41-Millionen-Marke im Jahr 2011 der bisherige Höchststand der Erwerbstätigkeit des Vorjahres nochmals deutlich übertroffen, und zwar um 535 000 Personen oder 1,3 %.
- München belegt den ersten Platz bei einem Ranking der Arbeitsmarktregionen. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer neuen Ausgabe der Zeitschrift IAB-FORUM.
- Familienunternehmen waren wesentlich am Arbeitsmarktaufschwung der letzten Jahre beteiligt. In den Jahren 2006 bis 2010 schufen die deutschen TOP 500 Familienunternehmen rund 300.000 neue Arbeitsplätze allein in Deutschland. Das entspricht einem Beschäftigungszuwachs von neun Prozent. Zum Vergleich: die Inlandsbeschäftigung bei den im Deutschen Aktienindex (Dax) gelisteten Unternehmen ging im gleichen Zeitraum um 100.000 Stellen oder sieben Prozent zurück. Dies sind zentrale Ergebnisse einer aktualisierten Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung von Familienunternehmen, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mittelstandsforschung (ifm) der Universität Mannheim im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen durchgeführt hat.
- Immer mehr Frauen wollen sich selbstständig machen. Das belegen die mehr als 145.000 Gespräche, die die Industrie- und Handelskammern (IHKs) im vergangenen Jahr mit weiblichen Gründungsinteressierten geführt haben.
- Die Gründungsstatistik des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn enthielt bisher keine Angaben zu nichtgewerblichen Gründungen, darunter auch freiberufliche. Zur Ermittlung einer alle Wirtschaftsbereiche umfassenden Gründungszahl wurden erstmals Angaben zur steuerlichen Anmeldung bei der Finanzverwaltung in Nordrhein-Westfalen ausgewertet. Demnach nahmen in den Jahren 2008 und 2009 rund 48.000 bzw. 46.000 Personen eine freiberufliche Tätigkeit neu auf. (Quelle: IfM Bonn)
- Eine bereits im November 2011 veröffentlichte, vom DIW veröffentlichte Arbeit befasst sich mit den "Ursachen ethnischer Unternehmung" . Der vorliegende Beitrag, heißt es dort, "schafft einige Einblicke in die Ursachen der Selbständigkeit von Migranten in Deutschland. Auf der Datenbasis des Mikrozensus werden die in der Literatur zur ethnischen Unternehmung oft als konkurrierend dargestellten „Pull“- und „Push“-Argumente empirisch getestet. Darüber hinaus wird mithilfe von Daten des Deutschen Sozio-ökonomischen Panels die Rolle von gesellschaftsspezifischen Kapitalien untersucht."
- Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herausgegebene Broschüre „Erfolgreich für mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Wie familienbewusste Kooperation von Unternehmen und anderen Akteuren vor Ort aussehen kann“ bietet lokalen Akteuren Anregungen für die Entwicklung und den Ausbau von Kooperationen mit Unternehmen beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Quelle: BMFSFJ
- Eine Kita mit flexiblen Öffnungszeiten, die „pädagogisch wertvoll“ kleine Kinder betreut – das wünschen sich viele Eltern, die Beruf und Familie vereinbaren müssen. „Immer mehr Einrichtungen stellen sich dieser Aufgabe, und auch Unternehmen gründen Betriebskindergärten oder finanzieren einzelne Betreuungsplätze, um qualifizierte Fachkräfte zu halten“, weiß Dr. Sybille Stöbe-Blossey vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Am IAQ wurde jetzt ein Fragebogen entwickelt, mit dem sich interessierte Träger, Einrichtungen und Unternehmen einen Überblick über die Qualität von flexiblen Betreuungsangeboten verschaffen können.
- "Immer mehr Menschen arbeiten in Sozial- und Gesundheitsberufen, denn die Pflege- und Betreuungsaufgaben sind stark gewachsen. Gleichzeitig geht die Zahl der Vollzeitstellen in dem Sektor zurück; viele Beschäftigte arbeiten in Teilzeit oder befristet. Die Arbeit muss unter großem Termin- und Zeitdruck verrichtet werden. Das führt zu gesundheitlichen Belastungen", heißt es im "WZBrief Arbeit" , Januar 2012, des Wissenschaftszentrums Berlin.
- Die Arbeitnehmer in Deutschland haben im vergangenen Jahr etwa zwölf Prozent ihres Urlaubsanspruchs nicht genutzt. Das zeigt eine Untersuchung des Arbeitsmarktökonomen Daniel Schnitzlein, die jetzt im Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) erschienen ist. Wer seinen Urlaub nicht voll ausschöpft, kann laut Studie zwar mit kurzfristigen Einkommenszuwächsen rechnen – aber er muss auch eine Einschränkung seiner Lebensqualität in Kauf nehmen.
- Ein „Bestseller“ des NRW-Sozialministeriums ist wieder erhältlich: Der „Ratgeber für schwerbehinderte Menschen“ ist in einer aktualisierten Neuauflage erschienen und kann jetzt kostenlos bestellt werden.
- Die temporäre Verkürzung der Arbeitszeit, welche die Wucht der großen Rezession in den Jahren 2008 und 2009 größtenteils abgefedert hatte, ist inzwischen zu guten Teilen aufgeholt. Das geht aus Zahlen hervor, die das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag veröffentlichte. Der Abbau der Guthaben auf den Arbeitszeitkonten vom vierten Quartal 2008 bis zum ersten Quartal 2010 beispielsweise sei mittlerweile zu mehr als der Hälfte wieder ausgeglichen.
- Die in den letzten Jahren neu geschaffenen zweijährigen Berufe stießen auch 2011 auf großes Interesse bei eher praktisch begabten Jugendlichen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).
- Dass die Suche nach einer Ausbildungsstelle für Jugendliche aus Familien mit einer Migrationsgeschichte viel schwieriger ist als für Jugendliche ohne Migrationshintergrund, ist bekannt; dass es aber auch innerhalb der Gruppe der jungen Migrantinnen und Migranten noch einmal große Unterschiede je nach ihrer Herkunftsregion gibt, zeigt eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
- Gute Deutschkenntnisse sind unabdingbare Voraussetzung für eine gelingende Integration, auch und gerade in der Arbeits- und Berufswelt, und sie erleichtern den Zugang zum Arbeitsmarkt enorm. Aber welche aktuellen Lehr- und Lernmittel gibt es, in denen die Arbeits- und Berufswelt thematisiert wird, und die gerade auch Sprechsituationen für das Arbeitsleben trainieren? Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) unterstützt in diesem Bereich tätige Deutschlehrerinnen und -lehrer sowie Deutsch-Lernende im In- und Ausland mit einer neuen, nutzerorientierten Übersicht über arbeits- und berufsbezogene Lehr- und Lernmedien zur Vermittlung der deutschen Sprache.

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