Und sonst?
- "In der kommenden Dekade könnte das Wachstum deutlich über dem der beiden vergangenen liegen, so dass die Erwerbstätigkeit weiterhin zunimmt. Da das Erwerbspersonenpotenzial aufgrund der demographischen Entwicklung zurückgeht, wird die Arbeitslosenquote weiter fallen und könnte im Jahr 2015 unter fünf Prozent liegen", so lautet das Ergebnis eines aktuellen Gutachtens des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.
- "Der demografische Wandel wird den Wettbewerb um Fachkräfte in Deutschland spürbar verschärfen. Bis 2025 fehlen bis zu 6,5 Millionen Arbeitskräfte, darunter rund 2,4 Millionen Akademiker", schreibt McKinseyCompany anlässlich der Veröffentlichung der neuen Studie "Wettbewerbsfaktor Fachkräfte" . "Daher sollten Unternehmen bereits heute ihre Personalplanung langfristiger ausrichten und eine klare, mit Zielkennzahlen hinterlegte Fachkräftestrategie verfolgen - nur so können sie die Engpässe von morgen vermeiden."
- Von der ab Mai geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit für Menschen aus den acht neuen mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten wird die deutsche Wirtschaft eindeutig profitieren, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
- Nach Angaben des Statistischen Landesamts "Information und Technik" lagen die Bruttojahresverdienste der Leiharbeitnehmer/-innen im Jahr 2010 um mehr als die Hälfte unter dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft.
- "Rund sieben Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland zählen zu den Working Poor, etwa so viele wie im europäischen Durchschnitt", schreibt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut in der Hans-Böckler-Stiftung.
- Knapp die Hälfte der 36 Millionen Beschäftigten in Deutschland sind Frauen. Jede zweite arbeitet in Teilzeit, entweder in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung oder in einem Mini-Job. Das sind zusammen mehr als neun Millionen Frauen. Die Hälfte der teilzeitbeschäftigten Frauen würden einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge ihre vereinbarte Arbeitszeit gerne ausweiten.
- Noch immer ziehen manche Unternehmen in Deutschland junge männliche Bewerber jungen Frauen vor und stellen auch kaum ältere Arbeitnehmer ein. Die wesentliche Ursache für diese - angesichts der demografischen Entwicklung und dem zu befürchtenden Fachkräftemangel wenig nachhaltigen – Personalstrategie sind steile Betriebszugehörigkeits-Lohnprofile in diesen Unternehmen. Sie ergeben sich daraus, dass Mitarbeiter in den ersten Jahren ihrer Betriebszugehörigkeit unterhalb ihrer Produktivität und in den letzten Jahren ihrer Berufstätigkeit oberhalb ihrer Produktivität entlohnt werden. Diese "gedrehte" Entlohnung sorgt zwar für eine feste und lange Bindung motivierter Mitarbeiter ans Unternehmen, macht aber gleichzeitig die Einstellung junger Frauen und älterer Arbeitnehmer unattraktiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.
- In der Broschürenreihe des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT) zu den Themenfeldern Arbeit, Integration, Weiterbildung und interkulturelle Öffnung für Interessierte und Betroffene sowie Bildungs- und Beratungseinrichtungen ist die Broschüre "Betriebsgründung. Selbstständigkeit meistern – Hindernisse überwinden – Integration leben" erschienen.
- In den letzten dreieinhalb Jahren haben rund sieben Prozent der Migranten in Deutschland ihr eigenes Unternehmen gegründet oder waren gerade dabei, es zu tun. Unter den Personen ohne Migrationshintergrund waren es weniger als fünf Prozent. Dies ist das Ergebnis einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Instituts für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover. Häufig spielt das höhere Arbeitslosigkeitsrisiko von Ausländern eine Rolle: Ihre Arbeitslosenquote ist doppelt so hoch wie die deutscher Staatsbürger.
- Fast ein Fünftel der in Deutschland lebenden Menschen hat einen Migrationshintergrund, Tendenz steigend. Band 327 der Reihe IAB-Bibliothek des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung richtet den Blick nicht allein auf die Defizite und Integrationsschwierigkeiten von Migranten, sondern er analysiert auch die positiven Auswirkungen kultureller Vielfalt auf die Produktivität und Innovationsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft. Darüber hinaus diskutiert er die Handlungsmöglichkeiten regionaler politischer Akteure, um die ökonomischen Potenziale kultureller Vielfalt besser auszuschöpfen. Das Buch ist im Buchhandel oder direkt im IAB-Webshop erhältlich. (Quelle: IAB, Mai 2011)
- Jahr für Jahr starten rund 150.000 junge Menschen ohne Ausbildungsabschluss, das heißt, mit schlechten Zukunftsperspektiven ins Berufsleben. Wenn es nicht gelingt, diese Zahl zu halbieren, entstehen für die öffentlichen Haushalte Belastungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro pro Altersjahrgang. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.
- "Im Länder-Ranking des OECD-Bildungsberichts landet Deutschland bei der Quote der beruflich höher Qualifizierten nur im hinteren Drittel", schreibt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) . "Würden die Anteile korrekt berechnet – beispielsweise durch Berücksichtigung der Absolventen von Aufstiegsbildungslehrgängen wie etwa Industriemeister oder Betriebswirt –, läge Deutschland bei den ´Tertiärabschlüssen` sogar unter den Top Ten. Fatal werden die unvollständigen Angaben, wenn auf ihrer Grundlage bildungspolitische Entscheidungen getroffen werden."
- Bei gleichen Ausgangsbedingungen sind Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Ausbildung genauso erfolgreich wie junge Leute ohne Migrationshintergrund. Dies ist eine der Kernaussagen, mit denen eine neue Veröffentlichung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) einen anderen Blick auf Menschen mit Migrationshintergrund in der beruflichen Bildung in Deutschland wirft.
- Wenn es um die Berufsorientierung junger Menschen geht, stehen praktische Erfahrungen und das Internet an erster Stelle. Für mehr als drei Viertel der vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in einem aktuellen Forschungsprojekt befragten Auszubildenden ist das Betriebspraktikum der beste Weg gewesen, sich über einen Beruf zu informieren - gefolgt vom Internet (ca. 64 %) und Betriebsbesichtigungen (rund 48 %).
- Angesichts des demografischen Wandels und eines drohenden Fachkräftemangels ist es dringend notwendig zu überprüfen, wie im Zuge von Matchingverfahren und Berufsorientierung dem Fachkräftebedarf besser gedient werden kann. Der Westdeutsche Handwerkskammertag hat jetzt zu diesem Thema unter der Internetadresse www.handwerk-nrw.de/berufswahlstudie eine entsprechende Umfrage konzipiert, um zu untersuchen, wo hier die notwendigen Schwerpunkte zu setzen sind.
- Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen ihren Auszubildenden Auslandserfahrungen ermöglichen. Das zeigt eine erste Auswertung des Programms "Berufsbildung ohne Grenzen".
- Die Broschüre "Gut beraten" der Technologieberatungsstelle (TBS) beim DGB NRW e.V. gibt es als download. Die Broschüre leistet praktische Hilfe zur Unterstützung der Betriebsratsarbeit.
- Eine Tool-Box, mit der das Weiterbildungsklima in einer Firma beurteilt werden kann, ein Beispiel für die Grundung einer Transfergesellschaft und ein betriebliches Gesundheitsmanagement, das die Kosten senkt - das sind nur drei der Themen in der aktuellen "Faktor A"-Ausgabe , dem Arbeitgebermagazin der Bundesagentur für Arbeit.
- Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen und Verbänden trafen sich am 2. Mai 2011 im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin zum Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie“, dem zentralen Mitgliedertreffen des gleichnamigen Unternehmensnetzwerkes des Bundesfamilienministeriums und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Unter dem Motto „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ wurden in verschiedenen Foren Fragen und Lösungsmöglichkeiten einer zukünftigen Arbeitsorganisation diskutiert und ausgetauscht.
- Fast die Hälfte der Deutschen kennt den Europäischen Sozialfonds. So ist die Bekanntheit des ESF seit 2008 um 13 Prozentpunkte auf 43 Prozent gestiegen. Dies ergab eine aktuelle, vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Auftrag gegebene Studie.

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