Und sonst?
- Im ersten Quartal 2011 durchbrach die Zahl der offenen Stellen am ersten Arbeitsmarkt erstmals seit dem Boom-Jahr 2007 wieder die Marke von einer Million. Das sind über 400.000 Stellen mehr als ein Jahr zuvor, als sich das Stellenangebot auf einem sehr niedrigen Niveau befand. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im Vergleich zum vierten Quartal 2010 erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen um rund 60.000.
- Arbeitsminister Guntram Schneider will noch vor den Sommerferien ein Sonderprogramm zur Fachkräftesicherung in Nordrhein-Westfalen vorlegen. „Wir wollen in den Regionen gezielter als bisher den Bedarf an Fachkräften feststellen und den Nachwuchs fördern. Dazu werden regionale Handlungspläne entwickelt“, sagte der Minister am 14. Mai 2011 bei der Landesdelegiertenversammlung der Industriemeistervereinigung NRW.
- Die meisten der bisher eingesetzten Arbeitsmarktinstrumente wie Weiterbildung oder Ein-Euro-Job sind nicht überflüssig. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Zumindest für bestimmte Zielgruppen wirken sich die meisten Instrumente in unterschiedlichen Nuancen positiv aus. „Verbesserungspotenzial besteht vor allem bei der Zielgenauigkeit der Teilnehmerauswahl“, schreiben die Arbeitsmarktforscher.
- Die Menschen in Deutschland werden immer älter und unsere Lebenserwartung soll in den kommenden Jahrzehnten sogar noch weiter steigen. Eine gute Nachricht – auch für manche Wirtschaftsbereiche, tun sich doch viele neue Beschäftigungsmöglichkeiten auf, zum Beispiel in der Altenpflege.
- Bis zum 24. Juli können sich Schülerinnen aus Ostwestfalen-Lippe für die Teilnahme am Projekt "MINTrelations" bewerben, um gemeinsam mit Menschen aus beteiligten Unternehmen am Image von Berufen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu arbeiten.
- Eine Teilzeitausbildung kann für Unternehmen eine erfolgsversprechende Lösung sein, jungen Eltern einen Ausbildungsplatz anzubieten oder ein bereits bestehendes Ausbildungsverhältnis fortzuführen. Für die Chancen einer Ausbildung in Teilzeit wirbt nun die NRW Regionalagentur MEO mit Unternehmensbeispielen aus der Region.
- Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat eine neue Broschüre veröffentlicht unter dem Titel: "Mehr Chancen für Schüler. Wie sich mit Stipendienprogrammen Begabte finden und fördern lassen". Darin heißt es: "Derzeit geht in Deutschland die Angst vor einem drohenden Fachkräftemangel um. Wenn Unternehmen ihre Wertschöpfungskapazitäten nicht nutzen können, weil Stellen unbesetzt bleiben, kann dies zu einem Wohlstandsverlust führen. Als Ausweg wird zumeist die erhöhte Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte angeführt, die das Problem, dass es gegenwärtig zumindest in einigen Regionen etwa an Ingenieuren mangelt, kurzfristig lösen könnte. Strategien, um vorhandene „Begabungsreserven“ stärker auszuschöpfen, werden in der Öffentlichkeit dagegen vergleichsweise wenig diskutiert. Maßnahmen dazu wären beispielsweise, Facharbeiter weiterzubilden und höher zu qualifizieren oder die heutige Schülergeneration zu fördern."
- Die Resultate der 7. Weiterbildungserfolgsumfrage gibt es jetzt auch als praktisches Faltblatt: In dem Flyer "Mit Weiterbildung voran" hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die wichtigsten Schlaglichter zusammengefasst.
- Die Landesinitiative Netzwerk W zieht Bilanz! Erfolgreiches Netzwerken für den Wiedereinstieg! Das dokumentiert die Bilanz der Förderphase 2010. Die Broschüre gibt einen Überblick über, Themen, Aktivitäten und Produkte, Partnerinnen und Partner. Die Netzwerkkoordinatorinnen kommen ebenso zu Wort wie Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern. Die Bilanzbroschüre ist auf der Projektseite des ZFBT als Download und zur Bestellung bereit gestellt.
- Eine Mitarbeiterbefragung kann die Basis bilden für ein fundiertes betriebliches Gesundheitsmanagement. Wie man sie richtig plant und durchführt, erläutert die Unfallkasse des Bundes in einer Broschüre .
- In Zukunft wird der größere Teil der Beschäftigten über 50 Jahre alt sein. Ihre individuelle Arbeitsfähigkeit zu sichern und das verlängerte Arbeitsleben auch in ihrem Sinne zu gestalten, erfordert ein weitreichendes Umdenken aller Beteiligten. Die jetzt erschienene Veröffentlichung "Ältere Beschäftigte: Zu jung, um alt zu sein" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) stellt aktuelle Forschungsergebnisse, konkrete Konzepte und Instrumente aus wissenschaftlicher und unternehmerischer Sicht zum Thema ältere Beschäftigte vor.
- Die Firma Trumpf hat ein hoch flexibles Arbeitszeitmodell geschaffen, mit dem auch die IG Metall nach Aussage des Stuttgarter IG-Metall-Chefs Hans Baur "sehr zufrieden" ist. "Je nach persönlichen Wünschen und Lebensphasen", heißt es in der Pressemittlung des Unternehmens, "können die Beschäftigten deutlich mehr oder deutlich weniger arbeiten, als es Standard-Arbeitszeitverträge bisher erlauben."
- Familienunternehmen tragen wesentlich zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei.Die großen unter ihnen, sind auch international sehr gut aufgestellt. So lautet ein zentrales Ergebnis der Frühjahrsbefragung, die das IfM Bonn im Rahmen der Gemeinschaftsstudie „Die größten Familienunternehmen in Deutschland“ im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und der Deutschen Bank AG zukünftig ein Mal im Jahr durchführt.
- Die Ergebnisse einer neuen Studie von IT.NRW zeigen, dass von den kleinen und mittleren Unternehmen im Zeitraum von 2005 bis 2007 starke Beschäftigungseffekte ausgingen und diese Unternehmen damit eine große Bedeutung für die Stabilität des nordrhein-westfälischen Arbeitsmarktes haben.
- Die Internetseite „gruendungszuschuss.de“ meldet, dass die geplanten Kürzungen beim Gründungszuschuss nicht erst zum 01.04.2012 sondern bereits zum 01.11.2011 in Kraft treten sollen.
- Zuwanderer in Deutschland gründen deutlich seltener Unternehmen in wichtigen Schlüsselsektoren wie Maschinenbau, Chemie oder Softwareerstellung als Deutsche. Das in Deutschland vorhandene Wachstumspotenzial bei diesen sogenannten wissensintensiven Gründungen wird daher nicht voll ausgeschöpft. Gesamtgesellschaftliche Wohlstandsverluste sind die Folge. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.
- Die IAB-Infoplattform "Junge Migranten in Ausbildung und Beruf" gibt mit einer Auswahl von aktuellen Literatur- und Forschungsprojektnachweisen einen Einblick in den Stand der schulischen und beruflichen Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Sie beleuchtet, welche individuellen, sozioökonomischen und strukturellen Einflussfaktoren die Erfolgsaussichten bei den Einmündungsprozessen in Ausbildung und Beruf vermindern und welche Interventionsstrategien sie verbessern können.
- Eine neue Informationsplattform des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) soll Transparenz schaffen über Leistungen der Jobcenter. Die Zahlen werden monatlich aktualisiert.

Nach oben