Und sonst?
- Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten stieg im ersten Quartal 2011 um 1,6 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Unter dem Einfluss der kräftigen Wirtschaftsentwicklung setzte sich damit die starke Dynamik des vierten Quartals 2010 fort. Die Teilzeitbeschäftigung expandierte im gleichen Zeitraum mit einem Plus von 1,5 Prozent etwas weniger als die Vollzeitbeschäftigung.
- Noch vor wenigen Jahren wurde dem deutschen Arbeitsmarkt eine geringe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit attestiert. Heute mögen nur noch wenige Ökonomen diesem Verdikt beipflichten – im Gegenteil: Die hohe Flexibilität des deutschen Arbeitsmarktes gilt als eine entscheidende Voraussetzung für das vielfach gepriesene deutsche „Jobwunder“. Auch das jüngste Sonderheft der Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung (ZAF) widmet sich diesem Thema in seinen vielfältigen Facetten.
- Die organisierte Zivilgesellschaft - also Vereine, Verbände oder Stiftungen - bewegt 89 Mrd. Euro jährlich. Im Jahr 2007 trugen gemeinnützige Organisationen mit 4,1 Prozent zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung von rund 2,2 Milliarden Euro bei. Der Dritte Sektor ist damit in etwa so groß wie die deutsche Bauwirtschaft und halb so groß wie der öffentliche Sektor.
- Rund 140 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutierten am 31. Mai und 1. Juni 2011 bei einer Fachtagung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, wie man inländische Potenziale besser ausschöpft und ausländische Arbeitskräfte in die Bundesrepublik holt. Hier eine Video-Dokumentation der Tagung "Wissenschaft trifft Praxis: Fachkräftebedarf und Zuwanderung".
- Angesichts des beginnenden Fachkräftemangels in Deutschland hat das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit GmbH (IZA) ein Konzept zur gezielten Anwerbung qualifizierter Zuwanderer über ein Punkte-Auswahlsystem vorgelegt. Die Drei-Säulen-Strategie unterscheidet zwischen dauerhafter und zeitlich befristeter Arbeitsmigration und sieht zunächst niedrige Höchstquoten vor.
- Mit einer Fülle von Zahlen, Daten und Fakten wartet die aktuelle Ausgabe der Broschüre "Arbeitswelt im Wandel" auf, die jetzt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht wurde. Kompakt und übersichtlich informiert die Ausgabe 2011 über wichtige und aktuelle Aspekte der heutigen Arbeitswelt. So war fast jeder zweite der deutschen Gesamtbevölkerung im Jahr 2009 erwerbstätig (47 Prozent).
- Beim Blick in die Zukunft kommt die deutsche Arbeitswelt am Demografischen Wandel nicht vorbei. Dabei stehen oft mögliche negative Auswirkungen durch Fachkräftemangel oder längere Lebensarbeitszeiten im Fokus der Berichterstattung. Doch älter werdende Belegschaften eröffnen Unternehmen auch neue Chancen und Perspektiven. Schon heute gibt es viele Maßnahmen zur alternsgerechten Arbeitsgestaltung. In der neuesten Ausgabe der "baua: Aktuell" - die vierteljährlich von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) herausgegeben wird - liegt der Schwerpunkt auf Konzepten, mit denen der demografische Wandel erfolgreich gemeistert kann.
- Jede siebte Frau und jeder fünfte Mann arbeiten unter Bedingungen, die sie als Gefahr für ihre Gesundheit empfinden. Ein erheblicher Teil der Beschäftigten geht davon aus, dass mit ihrem Tagewerk Gefahren für das körperliche und seelische Wohlbefinden verbunden sind. Jeder fünfte Mann bezeichnet seine Arbeitsbedingungen als insgesamt "stark oder sehr stark gesundheitsgefährdend". Zu dem gleichen Schluss gelangt jede siebte berufstätige Frau. Das berichtet eine Studie des Robert-Koch-Instituts, für die knapp 13.700 erwerbstätige Frauen und Männer von 18 bis 64 Jahren befragt wurden.
- Die Landesregierung will sich verstärkt um die Gesundheit von Erwerbslosen und Menschen in prekärer Beschäftigung kümmern. "Arbeitslosigkeit kann krank machen. Das gilt auch für prekäre Beschäftigung, wie Leiharbeit oder Minijobs. Und Menschen mit angeschlagener Gesundheit haben schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Diesen Teufelskreis müssen wir überwinden", sagte Arbeitsminister Guntram Schneider bei einer Tagung des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit.
- Kompetenzentwicklung und Kompetenzdiagnostik in der beruflichen Bildung sind die Kernaufgaben des Wirtschaftspädagogischen Graduiertenkollegs der Universität Paderborn, das heute in Düsseldorf gemeinsam mit dem Schulministerium eine Fachtagung zum Thema "Individuelle Förderung" veranstaltete.
- Von einem regelrechten Boom auf dem deutschen Lehrstellenmarkt berichtet Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK): "Der Bewerbermarkt für Auszubildende ist größtenteils schon leergefegt."
- Ende 2010 befanden sich in NRW 331 884 Personen in einer beruflichen Ausbildung im dualen System. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren dies 1,9 Prozent weniger als zwölf Monate zuvor. Wie schon in den Vorjahren ist dabei eine hohe Konzentration auf wenige Berufe festzustellen.
- Mit ihrem neu aufgelegten Magazin "Montag!" unterstützt die DGB-Jugend SchülerInnen bundesweit bei der Berufsorientierung und beim Einstieg in die Ausbildung. Welche Berufe gibt es überhaupt? Welche Ausbildung passt zu mir? Oder soll ich weiter zur Schule gehen - und später auf die Universität? Die "Montag!" gibt Orientierung im Informationsdschungel.
- Das Internetportal des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) für Ausbilderinnen und Ausbilder foraus.de präsentiert mit "Systematisch ausbilden in Arbeitsprozessen" einen neuen Themenschwerpunkt. Ausbildung soll an Arbeitsaufgaben erfolgen. Für die systematische Ausbildung müssen geeignete Aufgaben ausgewählt und zu Lernaufgaben aufbereitet werden.
- Wenn aufgrund von schweren Behinderungen bei Jugendlichen eine Berufsausbildung nicht nach der gültigen Ausbildungsordnung möglich ist, lassen sich diese Ausbildungsgänge so anpassen, dass sie den besonderen Bedingungen behinderter Auszubildender gerecht werden.
- Rund zwei Drittel der 349.000 Frauen, die im vergangenen Jahr in die Selbstständigkeit gestartet sind, vollzogen ihre Gründung im Nebenerwerb. Dies zeigt eine Studie auf Basis des KfW-Gründungsmonitors zu den spezifischen Charakteristika von Frauengründungen.
- Frauen als "Zuverdienerinnen"? Dieses Bild entspricht immer weniger der Realität. In nahezu jeder fünften Familie erwirtschaftet die Frau mehr als 60 Prozent des Familieneinkommens. Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB möchte diese Tatsache stärker publik machen, um die häufig schlechten Rahmenbedingungen für die Frauen zu verbessern und schuf mit www.familienernaehrerin.de eine Plattform für Information und Austausch.

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