Und sonst?
- Die Zahl der geleisteten und bezahlten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen in Deutschland stieg im ersten Quartal des Jahres 2012 auf mehr als 15 Milliarden. Das ist der höchste Stand seit 20 Jahren, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
- Die deutsche Wirtschaft will im laufenden Jahr rund 450.000 neue Arbeitsplätze einrichten. Mehr als die Hälfte dieser Jobs sollen nach einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in der Dienstleistungsbranche entstehen.
- BMAS, BMWi und BA haben im Juni 2012 eine gemeinsame Kampagne zur Fachkräftesicherung gestartet. In der gemeinsamen Presseerklärung heißt es: "Die Fachkräfteoffensive richtet sich an potenzielle Fachkräfte und Unternehmen, aber auch an die breite Öffentlichkeit. Sie will Antworten geben auf drängende Fragen, die sich Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland stellen: Wer kann die Arbeit von morgen leisten? Welche sind die Engpassberufe? Wie können wir die großen Potenziale, insbesondere der Älteren und Frauen weiter mobilisieren? Wie können sich auch kleinere und mittlere Betriebe sicher im demografischen Wandel aufstellen?"
- Wie sich in 18 Wirtschaftszweigen und rund 50 Berufsgruppen das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage voraussichtlich entwickeln wird, zeigt der neue, interaktive Fachkräftemonitor der nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern (IHKs).
- Jobcenter verstärken Bemühungen, Minijobs von Hartz IV-Empfängern in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umzuwandeln. Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen soll bundesweit Schule machen.
- Ende 2011 befanden sich in Nordrhein-Westfalen insgesamt 326 136 junge Menschen in einer dualen Ausbildung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 1,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (−5 748 Auszubildende).
- Nach welchen Kriterien bewerten junge Menschen potenzielle Ausbildungsbetriebe? Dazu hat der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) 1.654 Schülerinnen und Schülern des Bundeslandes befragt. Die NIHK-Umfrage zeigt: Nicht eine hohe Vergütung oder wenige Überstunden sind für Jugendliche bei der Wahl des Arbeitsgebers maßgeblich – besonders wichtig sind ihnen vielmehr ein gutes Betriebsklima und ein respektvoller Umgang mit den Auszubildenden.
- Eine Befragung von 14.533 Unternehmen hat ergeben, dass sich die Betriebe auf schwächere Bewerber einstellen, solange die Sozialkompetenzen bei den Jugenlichen stimmen. 40 Prozent der Ausbildungsunternehmen sind bereit, Ausbildungsplätze auch mit lernschwächeren Jugendlichen zu besetzen, wenn sie motiviert, leistungsbereit und zuverlässig sind. Hier finden Sie die Befragung des Deutschen Industrie- und Handeslkammertages "Ausbildung 2012" . (Quelle: www.talentplus.de/Rehadat)
- Technologien des Web 2.0 und Möglichkeiten des mobilen Lernens eröffnen für die Aus- und Weiterbildung neue Potenziale. Worin diese bestehen und wie sie in der Praxis bereits umgesetzt werden, beleuchten die Beiträge in der neuen Ausgabe der BIBB-Fachzeitschrift "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis - BWP .
- Die Broschüre des Bundeswirtschaftsministeriums stellt Projekte aus der Förderperiode 2007-2013 vor, die in den Bundesländern mit Unterstützung der EU-Strukturfonds umgesetzt wurden. Die ausgewählten Projektbeispiele verdeutlichen, dass Deutschland bereits jetzt einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Europa 2020-Ziele und damit zur Verbesserung von Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung leistet.
- Im Zuge der Wirtschaftskrise 2008/09 wurde die Kurzarbeit nach § 170 SGB III deutlich attraktiver gestaltet und die maximale Bezugsdauer stark ausgeweitet. Dies hat das IfM Bonn zum Anlass genommen, die Nutzung der konjunkturellen Kurzarbeit im Allgemeinen und durch mittelständische Betriebe im Besonderen näher zu untersuchen.
- Die BundesPsychotherapeutenKammer belegt mir ihrer kürzliche veröffentlichten Studie , dass die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Erwerbstätigen weiter steigt. "Krankmachend ist, wenn gefährdete oder erkrankte Arbeitnehmer keinen Weg zur Veränderung finden", so BPtK-Präsident Dr. Rainer Richter. (Quelle: TBS NRW)
- Am Fachgebiet Wirtschaftspädagogik/Berufliche Aus- und Weiterbildung (Prof. Dr. Rolf Dobischat) der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen wird aktuell ein Forschungsprojekt zum Thema "Beschäftigung in der Weiterbildung" durchgeführt, das von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert wird.
- Die erste Publikation aus der neuen Reihe (Herausgeber ist die berufundfamilie gemeinnützige GmbH – eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung) ist dem Thema 'Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Strategie gegen den Arbeitskräftemangel' gewidmet.
- Ab sofort können sich Unternehmensgründer für den "GIPFELSTÜRMER NRW 2012" bewerben. Das ist der neue Name des Gründerpreises, den die NRW.BANK und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr gemeinsam ausloben (früher START-AWARD NRW). Neben dem Geschäftserfolg, gemessen am Umsatz und der Zahl der Arbeitsplätze, werden auch Kriterien wie die Kreativität der Geschäftsidee oder die Entwicklung besonders innovativer oder Ressourcen schonender Produkte, neuer Produktionsverfahren oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in die Bewertung der Jury einbezogen.
- Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) empfiehlt eine bessere Koordination, Kooperation und Vernetzung zwischen Bund, Ländern und Kommunen in der Integrationspolitik. Nordrhein-Westfalen nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Die „Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien“ (RAA) leisten wichtige Arbeit bei der institutionellen Verankerung von Integrationspolitik in den Kommunen. Ihr Ziel ist, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verbessern. (Quelle: Bertelsmann Stiftung )

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