JobFit Regional und JobFit NRW
Von 2004 bis 2008 wurde der JobFit-Ansatz mit zwei Modellprojekten in NRW erprobt und erfolgreich umgesetzt.
JobFit-Regional
Koordiniert von der G.I.B. NRW in Zusammenarbeit mit dem Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der Universität Duisburg-Essen (IPG Essen), beteiligten sich an JobFit Regional insgesamt neun Beschäftigungs-, Bildungs- und Qualifizierungsträger in sieben Städten Nordrhein-Westfalens. Sie erprobten, wie und mit welchen Maßnahmen der Gesundheitsförderung Arbeitslose für eine Teilnahme an Gesundheitsangeboten gewonnen werden können und welche Auswirkungen dies auf Gesundheitszustand und –verhalten und damit auch auf die Beschäftigungsfähigkeit hat.
Besonderes Augenmerk wurde einerseits auf die parallele Angebotsstruktur im Setting von Beschäftigungs- und Qualifizierungsträgern aus individueller Gesundheitsberatung und Gruppenangeboten gelegt, sowie andererseits auf die Vernetzung von vorhandenen Strukturen und Zugangswegen zu Krankenkassen und weiteren Akteuren aus dem Gesundheitswesen.
JobFit NRW
Aufgrund der positiven Ergebnisse von JobFit Regional wurde das Folgeprojekt JobFit NRW konzipiert, dass als Setting-Projekt die Bildung von Strukturen verfolgte, um das Thema Gesundheitsförderung in die Regelstrukturen der Arbeitsmarktintegration zu implementieren.
Die verantwortlichen Akteure der Arbeitsmarkt- und Gesundheitsförderung sollten gemeinsam eine flächendeckende Umsetzung des JobFit-Ansatzes realisieren. Dabei wurden die im Modellprojekt JobFit Regional gewonnenen Erkenntnisse genutzt und modifiziert.
Zur Realisierung von JobFit NRW wurden vier SGB-II Träger gewonnen, individuelle Gesundheitsberatungen in Maßnahmen für ihre Zielgruppe (Langzeitarbeitslose, vorwiegend in Arbeitsgelegenheiten) zu übernehmen.
Die Modellprojekte waren erfolgreich
Wie aus einer Trägerbefragung im Anschluss an JobFit Regional deutlich wird, ist es nach Einschätzung der Projektverantwortlichen gelungen, deutliche Erfolge im Hinblick auf die Beschäftigungsfähigkeit der Projektteilnehmenden zu erzielen:
0. Der Großteil der Träger konnte positive Veränderungen im Krankenstand beobachten.
0. Darüber hinaus konnten die Teilnehmerabbrüche in Maßnahmen bei den Beschäftigungs- und Qualifizierungsträgern gesenkt werden.
Es gelang zudem, die Integrationschancen der Projektteilnehmenden zu erhöhen. Die Stärkung insbesondere der psychischen Ressourcen führte zu mehr Flexibilität und Aktivität.
Auch im Modellprojekt JobFit NRW zeigten sich signifikante Verbesserungen in der subjektiven Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit und in starker Tendenz auch in der Gesundheitsbeachtung.
In der folgenden umfassenden Evaluierung finden Sie die ausführliche Darstellung der Ergebnisse der Umsetzung des JobFit-Ansatzes in den beiden Modellprojekten.

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