Vereinbarkeit von Ausbildung und Familie
Junge Menschen mit familiärer Verantwortung scheitern nicht selten bei der Realisierung ihres Wunsches, eine Berufsausbildung zu absolvieren. Dabei ist eine qualifizierte Ausbildung eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Integration in den Arbeitsmarkt.
Die Ausbildungsmöglichkeiten junger Eltern innerhalb des dualen Systems zu verbessern, ist deshalb zu einem wichtigen Thema in der Berufsbildung geworden. Die Auswertung vorhandener Daten zeigt, dass insbesondere junge Mütter eine Reihe besonderer Probleme haben, die eine erfolgreiche Berufsausbildung verhindern.
Jüngere Frauen mit Kindern sind wesentlich öfter ohne beruflichen Bildungsabschluss als Frauen ohne Kinder, zeigt auch eine Studie des nordrhein-westfälischen Frauenministeriums: 2005 waren 52,6% der Mütter ohne beruflichen Bildungsabschluss. Bei Frauen ohne Kinder traf dies auf 30,0% zu.
Zur Überwindung der Problemlagen junger Mütter werden in der bildungspolitischen und berufspädagogischen Reformdebatte bereits seit Ende der 1990er Jahre neue Ansätze für zeitmodifizierte Ausbildungen modellhaft erprobt und evaluiert. Mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes erhielt die Teilzeitberufsausbildung 2005 eine gesetzliche Grundlage.
Die G.I.B. stellt mit diesem Themenschwerpunkt zentrale Dokumente und Ergebnisse aus Forschung und Projekten zum Thema zur Verfügung, um auf diese Weise die Fachdiskussion und den Informationstransfer in NRW zum Thema Teilzeitberufsausbildung zu unterstützen.

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