Kernaufgabe der Verwaltung ist die Koordinierung der notwendigen Abstimmungen zwischen den Akteuren der Berufs- und Studienorientierung, der Berufsvorbereitung und der Berufsausbildung auf regionaler Ebene. Sie soll die Kommunikation der beteiligten Partner moderieren, die Akteure an einen Tisch zu holen, tragfähige Absprachen erzielen und so die Zusammenarbeit fördern. Dabei bleiben die institutionellen und rechtlichen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten der Beteiligten bestehen. Unterstützung bekommen die Kommunen dabei vom Land Nordrhein-Westfalen in Form von Fördergeldern, Personal, fachlicher und wissenschaftlicher Begleitung.
Zentrale Koordinierungsstelle in der StädteRegion Aachen ist das Bildungsbüro, das im Handlungsfeld „Übergangsmanagement Schule, Beruf, Studium“ seit Anfang 2010 dabei ist, Kommunikationsstrukturen zwischen den aktiven Partnern auszubauen.
„Mit der heutigen Vereinbarung zeigt die StädteRegion Aachen, dass sie den bereits eingeschlagenen Weg hin zu einem echten System des Übergangs von der Schule in den Beruf konsequent weitergehen will“, so der Staatssekretär. „Die Landesregierung und ihre Partner im Ausbildungskonsens sehen das Neue Übergangssystem als wesentlichen Baustein für die Sicherung eines qualifizierten Fachkräftenachwuchses an. Sie wird die StädteRegion auf diesem Weg intensiv und verlässlich unterstützen, so dass alle Jugendlichen dort eine echte Chance auf Ausbildung und Qualifizierung erhalten“, ist Dr. Schäffer überzeugt.
Städteregionsrat Etschenberg sieht in der Umsetzung des Neuen Übergangssystems vor allem die Chancen für die Jugendlichen: „Junge Menschen brauchen Zukunftsperspektiven! Wir wollen, dass weniger Schüler und Schülerinnen die Schule vorzeitig verlassen oder ihre Ausbildung oder Studium abbrechen. Ausnahmslos alle Jugendlichen sollen hier in der Region die Möglichkeit erhalten, einen für sie passenden Berufseinstieg zu finden." Den vollständigen Bericht zur Vertragsunterzeichnung am 28.2. in Aachen finden Sie unter www.staedteregion-aachen.de (siehe "Veranstaltungen und Aktuelles").
Start in sieben Referenzkommunen
Nordrhein-Westfalen wird als erstes Flächenland ab dem Schuljahr 2012/13 einen landesweiten und systematischen Übergang von der Schule in die Ausbildung einführen. Die praktische Umsetzung wird zunächst in sieben Referenzkommunen (Bielefeld, Dortmund, Mülheim, der Städteregion Aachen, den Kreisen Borken, Siegen-Wittgenstein sowie dem Rheinisch-Bergischen Kreis) begonnen. Ziel ist es, eine deutliche qualitative Verbesserung des Übergangssystems zu erreichen.
Die G.I.B. begleitet die kommunalen Koordinierungsstellen in den Referenzkommunen fachlich und hatte am 8. Februar zu einer ersten Informationsveranstaltung zur Umsetzung des neuen Übergangssystems in den Referenzkommunen nach Bochum eingeladen. In ihrem Beitrag betonte Ingrid Schleimer vom Arbeitsministerium, dass die Entwicklung nicht an den anderen vorbeigehen soll: „Wir haben auch für andere Kommunen das Angebot formuliert, sich im Laufe dieses Jahres in den Prozess mit einzubinden."
Informationsveranstaltungen der G.I.B. für weitere Kommunen sind ab April 2012 geplant.

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