G.I.B NRW

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Kernmodul und Bausteine

Das Kernmodul

Grundlagen interkultureller Kompetenz

  • Kultur und Diversity
  • Begriffsabgrenzungen
  • Wahrnehmung von Kultur
  • Was ist interkulturelle (Handlungs-)Kompetenz?
  • Migrationsspezifische Herausforderungen und Fallbeispiele
  • Kulturdimensionen
  • Wertequadrat

Das Kernmodul kann je nach Bedarf 1-tägig oder ½-tägig gebucht werden. Es bildet die gemeinsame Basis und Grundlagenkenntnis für alle Teilnehmenden. Ein gemeinsames Verständnis von interkultureller Kompetenz ist für die Vertiefung in den ergänzenden Bausteinen von großer Bedeutung.

 

Die Bausteine

Ausgrenzung und Diskriminierung

  • Bewusster Umgang mit Stereotypen
  • Perspektivwechsel und Empathieförderung
  • Exklusion und mögliche Folgen

Zugehörigkeiten sind Teil einer Konstruktion, die wir gerne „Anderen“ auferlegen, ohne sie vorher zu hinterfragen. Ziel dieses Moduls ist es, unbewusste Ausgrenzungsmachanismen und strukturelle Machtstrukturen zu erkennen, einen sensiblen Umgang damit zu finden und zu versuchen, diese abzubauen.

Konfliktmanagement

  • Gewalt und Aggression
  • Deeskalation
  • Nähe und Distanz

In einer Gesellschaft gibt es vorherrschende Meinungen darüber, was als angemessenes Verhalten gilt. Agiert ein Mensch anders als erwartet und verknüpfen wir damit gegebenenfalls sogar etwas Negatives, kann dies zu Konflikten und in schlimmeren Fällen auch zu gewalttätigem Verhalten führen. Ziele dieses Bausteins sind über die Entstehung von aggressivem Verhalten zu informieren, Kenntnisse zu vermitteln was deeskalierendes Verhalten bedeutet und wie Beratungssituationen wieder hergestellt werden können.

Interkulturelle Kommunikation und sprachsensibel beraten

  • Grundlagen (interkultureller) Kommunikationstheorien
  • Interkulturelle „Missverständnisse“ und ihre Folgen in der Beratung
  • Sprachsensibel beraten

Die sogenannten „Drehbücher“ für unsere Sprachhandlung und unsere Kommunikation werden bereits im Sozialisationsprozess erworben. Unterschiedliche „Drehbücher“ können zu Missverständnissen führen. Um eine konstruktive Beratungssituation zu gewährleisten, ist ein gewisses Know-how im Bereich der Kommunikationstheorie und der sprachsensiblen Beratung von großer Relevanz.

Grundsensibilisierung Interkulturalität und Flucht

Sprechen wir von Menschen mit Fluchthintergrund, so sprechen wir nicht von einer homogenen Gruppe, sondern von vielen verschiedenen Biografien. Dennoch sprechen wir von Migrations- und auch Fluchtprozessen, da auf struktureller Ebene Gemeinsamkeiten vorzufinden sind. Die Auswirkungen einer Flucht können sich auch auf psychischer Ebene verfestigen und gewinnen im Bereich der interkulturellen Kompetenz an Bedeutung. Im Folgenden bietet dieser Baustein zwei Themenunterpunkte.

Asyl und Flucht

  • Push- und Pull-Faktoren
  • Flucht weltweit
  • Ablauf eines Asylverfahrens

In diesem Modul setzen sich die Teilnehmenden mit den vielfältigen Ursachen und Motiven von Migration und Flucht auseinander. Ziel ist ein sensibler und empathischer Umgang für die Thematik, aber auch eine fundierte Kenntnis über Asylverfahren und Fluchtprozesse.

Trauma und Flucht

  • Definition und Sensibilisierung für die Bedeutung von traumatischen Erlebnissen
  • Gestaltung einer positiven Beratungssituation
  • Informationen über Hilfesysteme und Verweisberatung

Trauma und Flucht sind eng miteinander verknüpft. Viele Geflüchtete sind durch ihre Flucht traumatisiert und somit in ihrem alltäglichen Handeln beeinflusst. Ziel ist es die Teilnehmenden für diesen Themenbereich zu sensibilisieren.


In jedem Baustein gibt es die Möglichkeit der Bearbeitung von Fallbeispielen. Je nach Handlungsfeld der Teilnehmenden können die einzelnen Bausteine miteinander verknüpft werden. Jede Kommune hat somit die Möglichkeit, den zeitlichen Aufwand an die eigenen Ressourcen und Ziele anzupassen, wobei die Fortbildungsdauer mindestens eintägig ist. In einem Einstiegsgespräch mit der jeweiligen Kommune werden die Vorkenntnisse und bereits durchgeführte Fortbildungsangebote zum Thema interkulturelle Kompetenz besprochen und daraus resultierend die Fortbildungsinhalte sowie die Rahmenbedingungen vereinbart.