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2022 wird das digitale Lerninstrument an den ersten Schulen eingesetzt

Digitaler Berufswahlpass in Schulen nimmt Form an

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2022 wird das digitale Lerninstrument an den ersten Schulen eingesetzt

Digitaler Berufswahlpass in Schulen nimmt Form an

Die Umsetzung des ersten digitalen Portfolioinstrumentes im Rahmen der Beruflichen Orientierung ist in vollem Gange. In enger Abstimmung mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) und dem Ministerium für Schule und Bildung (MSB) des Landes Nordrhein-Westfalen entwickelt ein Projekt-Team der G.I.B. NRW, unterstützt durch Wissenschaftler und IT-Entwickler und -Designer, ein neues Lerninstrument, das Schülerinnen und Schülern bei ihrer Beruflichen Orientierung und ihrer Berufswahl über mehrere Schuljahre hinweg begleitet.

Das Entwicklungsprojekt zur Einführung eines neuen digitalen Berufswahlpasses (BWP 4.0) an Schulen hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Ein interdisziplinäres Entwicklerteam aus Wissenschaft, IT und Design wird in den kommenden 21 Monaten ein internetbasiertes, bundesweit nutzbares E-Portfolio konzipieren, programmieren und erproben. Das digitale Lerninstrument wird auf mobilen wie stationären Endgeräten, wie Smartphones und Laptops, bedienbar sein. Unter dem Arbeitstitel „Berufswahlpass 4.0“ wurde im Rahmen des Projektes, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert wird, bereits ein Vorführmodell entwickelt. Das Online-Tool wird ab 2022 an ausgewählten Schulen in acht Bundesländern eingeführt.

Aktuell kommt der Berufswahlpass (BWP) in Papierform bundesweit zum Einsatz. Evaluationsergebnisse und Rückmeldungen unterschiedlicher Akteure haben gezeigt, dass Überarbeitungsbedarf besteht und der BWP an die veränderten Lern- und Informationsbedürfnisse der Jugendlichen angepasst werden muss. Mit der Neukonzeption des BWP soll ein Instrument entwickelt werden, das die heterogenen Ausgangslagen der Schülerschaft berücksichtigt und die neuen Möglichkeiten der digitalen Lernbegleitung aufnimmt. Der zukünftige BWP 4.0 soll auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und unter Berücksichtigung des medialen Nutzerverhaltens als digitales Lerninstrumentarium wie bisher die Jugendlichen in ihrer Eigenverantwortung stärken, sie bei der Entwicklung ihrer Berufswahlkompetenz unterstützen und als Portfolioinstrument zur Dokumentation der Prozessschritte und -ergebnisse dienen.

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Mediendidaktik fließen in die Neukonzeption ein. Das Projekt wird aus diesem Grund durch Experten der Berufswahlforschung begleitet. Auch die Erprobung der entwickelten Software wird von einem wissenschaftlichen Dienstleister extern durchgeführt. Eine Digital-Agentur ist mit der IT-Entwicklung und dem IT-Design beauftragt.

Die Neukonzeption erfolgt unter Federführung des Landes Nordrhein-Westfalen in einem Projektkonsortium bestehend aus acht Bundesländern (Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Saarland), der Bundesagentur für Arbeit, dem Bundesinstitut für Berufsbildung und der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass. Das MAGS und das MSB verantworten die Leitung des Gesamtvorhabens. Der G.I.B NRW obliegt die operative Projektleitung und -umsetzung.