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Berufswahlpass 4.0

Erste Version der „berufswahlapp“ an Schulen in der Erprobung

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2022 wird das digitale Lerninstrument an den ersten Schulen eingesetzt

Digitaler Berufswahlpass in Schulen nimmt Form an

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Berufswahlpass 4.0

Erste Version der „berufswahlapp“ an Schulen in der Erprobung

Das erste digitale Portfolioinstrument im Rahmen der Beruflichen Orientierung befindet sich in der Erprobungsphase. In dem Entwicklungsprojekt „Berufswahlpass 4.0“ wird der bekannte analoge Berufswahlpass (BWP), der in NRW und bundesweit in den meisten Schulen genutzt wird, zur „berufswahlapp“ (Arbeitstitel) digital weiterentwickelt.

Die erste Version der berufswahlapp wird nun seit Oktober 2020 an Erprobungsschulen in den am Projekt beteiligten acht Bundesländern modellhaft getestet. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte haben dazu Test-Accounts und Online-Fragebögen erhalten. Die Ergebnisse der Befragung werden wissenschaftlich ausgewertet und aufbereitet und fließen in die weitere Entwicklung mit ein.

Dafür wurden u.a. zwei zentrale Elemente entwickelt: Zum einen der interaktive Berufsorientierungsweg. Darin finden die Schülerinnen und Schüler eine übersichtliche Darstellung von Aufgaben, Informationen und Orientierungsangeboten, die jeweils zentralen Stationen auf dem Weg der Beruflichen Orientierung zugeordnet sind. Zum anderen wurde der Reflexionsraum entwickelt. In diesem können die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen in Form von Storys und Statements festhalten, indem sie passende Bilder, Videos oder Sprachnachrichten hochladen können. So bekommen Jugendliche die Möglichkeit Erlebtes und Gelerntes zu reflektieren und zu präsentieren.

In der Entwicklung der berufswahlapp wird der sogenannte MVP-Ansatz verfolgt. MVP steht für „Minimum Viable Product“, also ein minimal funktionsfähiges Produkt. Dabei soll die Entwicklung der Berufswahl-App in drei Etappen (Release 1, 2 und 3) erfolgen, wobei am Ende jeder Etappe eine neue erweiterte Version der Software steht. Aufgrund des agilen Projektvorgehens werden die Funktionsbereiche der berufswahlapp kontinuierlich optimiert, erweitert und an die Wünsche der Nutzerinnen und Nutzer angepasst. Ein zentraler Vorteil dieses Ansatzes ist die frühzeitige Einbindung der zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer.

Die Erprobung des MVP erstreckt sich vorerst bis zum 30.11.2020. Zwischen den Oster- und Sommerferien 2021 wird die Erprobung des zweiten Release durchgeführt, worin weitere Funktionen und Features mit den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften der Erprobungsschulen getestet werden.

Die Neukonzeption vom Berufswahlpass hin zur berufswahlapp erfolgt unter Federführung des Landes Nordrhein-Westfalen in einem Projektkonsortium, das aus acht Bundesländern (Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Saarland), der Bundesagentur für Arbeit, dem Bundesinstitut für Berufsbildung und der Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass besteht. Das Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch MAGS NRW und MSB NRW, verantwortet die Leitung des Gesamtvorhabens. Der G.I.B NRW obliegt die Projektleitung und -umsetzung.