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Strategische Sozialplanung

Strategische Sozialplanung ist ein wichtiger Teil kommunaler Sozialpolitik. Sie bietet die Chance, sozialpolitische Prozesse und Entscheidungen auf kommunaler Ebene mitzugestalten – mit dem Ziel, die Lebensverhältnisse vor Ort sichtbar zu machen und sozialen Benachteiligungen entgegenzuwirken. Nachhaltige Armutsbekämpfung ist das Ergebnis einer soliden strategischen und integrierten Sozialplanung. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen Strukturen in Kommunalverwaltungen aufeinander abgestimmt werden. Wesentliche Elemente dieses Prozesses sind eine fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit der Verwaltung und ein hohes Maß an Transparenz und Kommunikation. 

Basis einer jeden strategischen Sozialplanung ist eine kleinräumige Analyse der sozialen Lage innerhalb der Kommune. Kleinräumigkeit meint hier eine Planungsebene unterhalb der Kommunalgrenzen, das können z. B. Stadtteile, Stadtbezirke, Wahlbezirke, statistische Bezirke, etc. sein. Die Analyse und damit auch Erhebung von Daten dient dazu, besonders belastete Quartiere zu identifizieren und Bedarfe zu erheben. Besonders für politische Gremien als auch für kommunale Fachplanerinnen und Fachplaner ist die datengestützte Darstellung von Herausforderungen und Bedarfen hilfreich, um eine fundierte und transparente Grundlage für Entscheidungen und die Verteilung von Ressourcen zu bieten. Daran anschließend werden für diese Quartiere passende Strategien und Maßnahmen entwickelt, um die zuvor identifizierten Belastungen zu verringern. Die übergeordneten Ziele der Armutsbekämpfung sind (Wieder-) Herstellung sozialer Teilhabe und ein höherer Grad an Chancengerechtigkeit.

Darüber hinaus kann eine kontinuierliche Datenanalyse, die für alle Fachbereiche zugänglich ist, die Basis für die Beantragung von Fördergeldern bilden, da immer mehr Förderprogramme einen datengestützten Nachweis über bestehende Herausforderungen und Bedarfe fordern.