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Arbeitsmarktreport NRW

Bericht 1/2021

hrsg. von der G.I.B., April 2021

Der Bericht 1/2021 steht nur als Download zur Verfügung und kann hier heruntergeladen werden.


Die Gesamtverfassung des nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkts entwickelte sich im Verlauf des 2. Halbjahres 2020 aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin insgesamt negativ, wenn auch mit leicht positiven Tendenzen bei der Beschäftigung.

Im Dezember 2020 lagen die Arbeitslosen- und die Unterbeschäftigungsquote bei 7,5 % bzw. 9,6 %. Im Vergleich zum Dezember 2019 stieg die Zahl der Arbeitslosen um +17,6 % und die der Unterbeschäftigten um +9,2 % an. Die hohe Zahl der Arbeitslosen ist vor allem auf den starken Anstieg von +36,7 % im Rechtskreis des SGB III zurückzuführen. Bei den Langzeitarbeitslosen ist eine deutliche Zunahme um +27,7 % feststellbar.
 

Die Zahl der arbeitslosen Frauen stieg im Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat (+16,8 %) etwas weniger stark als die der Männer (+18,3 %). Eine Steigerung ist ebenfalls bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren (+17,9 %), bei den 25- bis unter 55-jährigen Arbeitslosen (+17,2 %) und etwas stärker bei den älteren Arbeitslosen ab 55 Jahren (+18,9 %) zu verzeichnen. Auch die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer stieg gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich an (+18,7 %).

Die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit (113.555) waren im Dezember 2020 um 3.891 Personen höher als die Zugänge in die Arbeitslosigkeit (109.664). Rund 32 % der Abgänge aus der Arbeitslosigkeit mündeten in Erwerbstätigkeit (ohne Ausbildung).

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt weiterhin auf einem hohen Niveau und konnte im Vergleich zum Vorquartalsende einen Anstieg verzeichnen. Im September 2020 waren in NRW rund 7,08 Mio. Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das Ausmaß des im Jahr 2020 beobachteten starken Rückgangs, der auch Ende Juni noch beobachtet werden konnte, stellt eine Abweichung vom Trend der letzten Jahre dar. Zum 3. Quartal 2020 zeigte sich aber wieder eine positive Entwicklung. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen weiterentwickelt.

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