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Arbeitsmarktreport NRW

Bericht 5/2020

hrsg. von der G.I.B., September 2020

Der Bericht 5/2020 steht nur als Download zur Verfügung und kann hier heruntergeladen werden.


Die Gesamtverfassung des nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkts entwickelte sich im Verlauf des 1. Halbjahres 2020 aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie negativ.

Im Juni 2020 lagen die Arbeitslosen- und die Unterbeschäftigungsquote bei 7,9 % bzw. 9,7 %. Im Vergleich zum Juni 2019 stieg die Zahl der Arbeitslosen um +21,7 % und die der Unterbeschäftigten um +10,2 % an. Die hohe Zahl der Arbeitslosen ist vor allem auf den starken Anstieg von 47,0 % im Rechtskreis des SGB III zurückzuführen. Bei den Langzeitarbeitslosen ist eine Zunahme um 10,5 % feststellbar.  

Die Zahl der arbeitslosen Frauen stieg im Juni 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat (+18,6 %) weniger stark als die der Männer (+24,2 %). Eine Steigerung ist ebenfalls bei den älteren Arbeitslosen ab 55 Jahren (+16,4 %), bei den 25- bis unter 55-jährigen Arbeitslosen (+22,0 %) und insbesondere bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren (+31,8 %) zu verzeichnen. Auch die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer stieg gegenüber dem Vorjahresmonat überdurchschnittlich stark an (+27,0 %).

Die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit (81.926) waren im Juni 2020 um 13.593 Personen niedriger als die Zugänge in die Arbeitslosigkeit (95.519).

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juni 2020 weiterhin auf einem hohen Niveau, sank jedoch im Vergleich zum Vorquartalsende. Im März 2020 waren in NRW rund 7,05 Mio. Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt – das sind zwar 1,3 % mehr als im Vorjahresmonat (März 2019), aber 0,4 % weniger als zum Vorquartalsende (Dezember 2019). In den letzten Jahren stagnierte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten üblicherweise von Dezember bis März oder es fand nur ein geringfügiger Rückgang statt. Das Ausmaß des nun verzeichneten stärkeren Rückgangs stellt eine Abweichung vom Trend der letzten Jahre dar. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen weiterentwickelt.

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