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G.I.B. Kurzbericht 2/2019

Fachkräftemangel in Gesundheitsberufen

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G.I.B. Kurzbericht 2/2019

Fachkräftemangel in Gesundheitsberufen

In den vergangenen Jahren ist in Nordrhein-Westfalen der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften in den Gesundheitsberufen stark angestiegen. Gleichzeitig sank von 2014 bis 2018 die Zahl der entsprechend qualifizierten Arbeitslosen. Somit stehen in den Gesundheitsberufen immer weniger potenzielle Arbeitskräfte den gemeldeten Stellen gegenüber.

Wenn von Fachkräften gesprochen wird, so sind nach der Definition des Anforderungsniveaus, also der Komplexität der ausgeübten Tätigkeit, auch Spezialisten und Experten gemeint. In der Berufsgruppe der nicht ärztlichen Therapie und Heilkunde, worunter überwiegend die Physiotherapie fällt, sind Engpässe auf Spezialistenniveau festzustellen. Engpässe auf Fachkraftniveau sind hingegen bei Alten-, Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen festzustellen. In diese Gruppe fallen zudem auch noch Berufe im Rettungsdienst und der Geburtshilfe.

In der Altenpflege lässt sich zudem eine Verschiebung der Stellenmeldungen feststellen: Zuungunsten von Fachkraftstellen werden seit 2014 immer mehr Stellen auf Helferniveau gemeldet. Die absolute Zahl hat sich hier innerhalb von vier Jahren mehr als verdoppelt. Mit einem Anstieg von +56 % ist aber auch bei den Fachkraftstellen in der Altenpflege eine deutlich höhere Zahl an Stellenmeldungen festzustellen.

Engpässen könnte durch eine entsprechende Qualifikation von Arbeitslosen auf Helferniveau in den entsprechenden Gesundheitsberufen begegnet werden. Eine Aufstockung der Arbeitszeit von Teilzeitkräften wäre ebenfalls eine Möglichkeit Engpässen zu begegnen, denn in den hier untersuchten Gesundheitsberufen gehen verhältnismäßig viele Beschäftigte einer Teilzeitbeschäftigung nach. Hierbei sollten verstärkt auch Betreuungsangebote für Kinder und zu pflegende Angehörige berücksichtigt werden, da in Gesundheitsberufen überwiegend Frauen arbeiten.

Der Kurzbericht 2/2019 steht hier als Download zur Verfügung.